Produktions-, Lager,- und Bürogebäude der Sativa Rheinau AG

Meine Rolle: Bauherren-Vertretung für die Stiftung Fintan, Farbgestaltung des Treppenhauses

Lichtdurchflutete Büroräume im OG

Oberstes Ziel bei diesem aussergewöhnlichen Neubau war, dass es dem darin gelagerten Saatgut und den darin arbeitenden Menschen gut geht. Meine besondere Aufgabe als Mitglied der Baukommission bestand darin, neben den klassischen Aufgaben einer Bauherrenvertretung  (Vertragsverhandlungen, Termin-, Kosten- und Qualitätskontrolle), dafür zu sorgen, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Sativa Rheinau AG in Bezug auf Nachhaltigkeit, natürliche Materialien und „anthroposophische Begleitmassnahmen“ während des Bauens, umgesetzt wurden. Zum Beispiel habe ich ein Sägewerk im Südschwarzwald gefunden, dass die grosse Menge an Mondholz zuverlässig und vertrauenswürdig liefern konnte. Ich bin sehr froh und dankbar, als Bindeglied zwischen der Nutzerin des Gebäudes, der Sativa Rheinau AG, und den beteiligten Architekten und Ingenieuren sowie den ausführenden Bauunternehmen und Handwerksfirmen, meinen Teil beigetragen zu haben an diesem zukunftsweisenden Referenzobjekt: Natur- und menschengerechtes Bauen mit einem hochtechnischem Innenleben in einem gewerblichen Kontext!

Rückseite des neuen Sativa-Gebäudes

Wer mehr über die Hintergründe und Besonderheiten dieses architektonischen Juwels erfahren möchte, lese hier einfach weiter:
Der Neubau steht wie die Verkörperung der Zielsetzungen der Stiftung Fintan da, die im sinn- und geschichtsträchtigen Rheinau ökologische und soziale Antworten auf aktuelle und künftige Lebensfragen geben will. Die Nutzerin des Gebäudes, die Sativa Rheinau AG, hat sich der Vermehrung von biologischem Saatgut verschrieben und ist eine der drei Hauptpfeiler der Stiftung Fintan.

Der aus einem Studienwettbwerb hervorgegangene, siegreiche Entwurf der Architekten Staufer & Hasler aus Frauenfeld hat auf beeindruckende Weise eine fast unlösbar erscheinende Herausforderung gemeistert: Eine angemessene Gestalt für das ausgedehnte Saatgutzentrum zu finden, dessen Dimensionen für die maximal vorgegebenen 30 x 30 Metern für das zu erfüllende Nutzungsprogramm viel zu klein, für die Massstäblichkeit des Ortes jedoch viel zu gross schien.

Während oben im leichten Holzbau die Mitarbeitenden der Sativa in viel Licht und Luft ihre Arbeit verrichten, lagern unten im kühlen Tief des vom Erdreich umhüllten Betonbaus die  geernteten Samen.

Als vertikale Raumskulptur schraubt sich aus der Tiefe eine Stahltreppe vorbei an den farblich lasierten Feldern des aussteifenden Betonkerns in die Höhe und verbindet die zwei so unterschiedlichen Klimawelten, Bauweisen und Atmosphären.
(Quelle:Auszug aus „Wahlverwandtschaften“ von Astrid Stauffer und Rico Lauper)

 


Kommissionierung im EG


Hochregallager im UG